Schönheitsikonen der Kunst: Mona Lisa, Venus von Milo und Co.

Atelier mit Gemälden an der WandSie sind mehrere Jahrhunderte alt, und doch gelten sie immer noch als Inbegriff der Schönheit: Die Mona Lisa von Leonarda da Vinci, die Venus von Milo als Statue oder gemalt von Botticelli prägen über alle Zeiten hinweg die Vorstellung weiblicher Schönheit. Auch wenn sich die Vorlieben für die Proportionen der femininen Figur gewandelt haben, bleiben die Kriterien für Attraktivität erhalten.


Aphrodite und Venus – zwei Namen für eine einzigartige Schönheit

Die Griechen nannten sie Venus, die Römer Aphrodite. Gemeint ist die Göttin der Liebe und der Schönheit. Diese Figur inspirierte zahlreiche Künstler. Der Bildhauer Milo schuf nach ihrem Vorbild eine formvollendete Statue, der Maler Sandro Botticelli verewigte sie in dem Gemälde “Geburt der Venus”. Tizian, der Liebhaber und Darsteller üppiger weiblicher Formen, malte sie als “Venus von Urbino”. Die Faszination, die von ihr ausgeht, strahlt bis in die heutige Zeit. Denn Venus oder Aphrodite besitzt etwas, was sie zu einem zeitlosen Kunstwerk macht. Es ist nicht nur ihre legendäre Schönheit, sondern auch die mystische Ausstrahlung, die sich um ihre Persönlichkeit rankt. Die Abbildungen der Venus, ob als Statue oder als Gemälde, zeigen eine Frau von klassischer Schönheit. Das Kunstwerk des Bildhauers Milo vermittelt zugleich einen dreidimensionalen Eindruck von Schönheit. Unabhängig von modernen Schönheitsidealen, fernab von Forderungen nach dem idealen Body-Mass-Index, überzeugt Venus mit wohlgeformten Rundungen und einem perfekten Gesicht.

Die mystische Ausstrahlung der Mona Lisa

Forschungen haben ergeben, dass es für Schönheit einige allgemein gültige Kriterien gibt. Beim Gesicht ist hauptsächlich die Symmetrie dafür verantwortlich, ob ein Mensch als schön empfunden wird. Leonardo da Vinci, der Schöpfer der Mona Lisa, hat sich in ausgiebigen Studien mit Proportionen und Winkeln beschäftigt. Er forschte nach den Ursachen und kam zu dem Ergebnis, dass ein Gesicht umso schöner wirkt, je ausgewogener und vollständiger die Symmetrie ist. Seine Mona Lisa ist nach diesen Maßstäben gemalt. Da Vinci verlieh ihr gleichzeitig eine geheimnisvolle Ausstrahlung. Besonders zeigt sich das in den Augen der Mona Lisa. Sie betört und fasziniert den Betrachter mit ihrem Blick. Es handelt sich bei ihr um ein unvergängliches Kunstwerk, das seit langem die Menschen in den Bann zieht. Den gleichen Maßstäben folgen auch Kunstwerke moderner Künstler. Ein berühmter Vertreter des Jugendstils, Gustav Klimt, schuf zeitlose Werke von schönen Frauen. In seinem berühmten Bild “Der Kuss” sieht der Betrachter ein ebenmäßiges Gesicht mit perfekten Proportionen. Obwohl sein Modell die Augen geschlossen hat, ahnt der Betrachter, was sich hinter den geschlossenen Augenlidern verbirgt.

Zeitlose Schönheit in der Kunst

Um in den Rang einer Ikone aufzusteigen, bedarf es mehr als eines Auftritts auf einem Titelblatt. Bekannte Kunstwerke wie die Mona Lisa oder die Venus von Milo beweisen, dass wahre Schönheit zeitlos und unvergänglich ist. Die Ausstrahlung der Augen und ausgewogene Proportionen berühmter Modelle sind dafür verantwortlich, dass eine Aphrodite als Göttin der Schönheit ihren Namen zu Recht trägt.

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